Sonderausstellungen

Na dann, Prost! Die Geschichte der Gaststätten und Biergärten in und um Osnabrück. |

22.04.2018 - 28.10.2018

In der neuen Sonderausstellung des Museums wird es feuchtfröhlich. Es geht um eines der beliebtesten Freizeitvergnügen der Deutschen: den Besuch einer Gaststätte oder die Fahrt ins Grüne, mit dem Ziel vor Augen, ins Ausflugslokal nebst Biergarten einzukehren.

Rund 70 Ausflugslokale gab es im 19. Jahrhundert rund um Osnabrück. Die Namen der beliebten Einkehrorte waren so vielfältig wie ausgefallen: „Paradies“, „Bellevue“, „Lustgarten“, „Schumla“ oder „Tivoli“. Meist sonntags machte man sich auf, um einen netten Nachmittag in einem der zahlreichen Biergärten zu verbringen. Neben einer traditionellen Küche genoss der Gast hier Kaffee und Kuchen. Aber dem Namen entsprechend floss dort stets auch reichlich Bier. Für Unterhaltung sorgten unter anderem Konzerte und Kegelbahnen. Die typischen Ausflugslokale, die sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts stark vermehrten und heute kaum noch erhalten sind, lagen zumeist vor den Toren der Stadt.

Aber nicht nur dort kehrten die Osnabrücker Bürger ein, auch in der Innenstadt versprachen Gaststätten mit teils großen Sälen vergnügliche Stunden beim Feiern. Daneben gab es die zahlreichen Eckkneipen, in denen sich vornehmlich die Männerwelt das Feierabendbier genehmigte oder an Vereinsabenden teilnahm. Die Kneipe war infolgedessen aus dem Alltag vieler Menschen nicht wegzudenken. Das in den 1960er- und den 1970er-Jahren langsam einsetzende „Kneipensterben“ dokumentierte von daher auch große Veränderungen in der Freizeitgestaltung und im Konsumverhalten in der bundesrepublikanischen Gesellschaft.

In der Sonderausstellung des Museums werden etliche Aspekte dieser Geschichte skizziert, zahlreiche Exponate werden Bierseligkeit, Brauereiwesen, Freizeitspaß und Lokalrunden hinreichend beleuchten und für nüchterne Erkenntnis sorgen.

 

Hervorgeholt und hergezeigt |

01.05.2018 - 31.12.2018

Viele Schätze eines Museums liegen gut verpackt und verborgen im Depot. Dort ruhen sie unter Tüchern oder in Kartons, einige sind zu empfindlich, um der Öffentlichkeit ständig gezeigt zu werden. Das Museum Industriekultur Osnabrück präsentiert jetzt ausgesuchte Objekte aus seinem Depot in dieser Ausstellung.
 
Die Besucher sind eingeladen, die Ausstellungsstücke in Augenschein zu nehmen und auf sich wirken zu lassen. So entstehen ganz eigene Sichtweisen auf die Dinge oder Erinnerungen werden wach, die mit bestimmten Objekten verbunden sind.
 
Aber es werden auch Exponate vorgestellt und kommentiert. Einmal durch Menschen, die dem Museum Objekte zur Verfügung gestellt haben, aber auch durch die Mitarbeiter des Museums, die zu ihrer Auswahl der Exponate Stellung nehmen. Darunter lassen sich ungewöhnliche Interpretationen finden, sehr subjektiv geprägte Gedanken, die sich von der üblichen Art der Darstellung sicherlich etwas unterscheiden.
 
Alles in Allem geht es aber um Schaulust und die Freude am Objekt, dessen Bedeutung in der Regel darüber hinausweist, was auf den ersten Blick zu entdecken ist.
 
Die Ausstellung ist bis auf Weiteres im
Museum Industriekultur Osnabrück
Fürstenauer Weg 171
49090 Osnabrück
zu sehen.

Bitte beachten Sie die Feiertagsregelungen!

Modelleisenbahn, Fotografie: Maren Kiupel, Osnabrück
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