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Das zerstörte Osnabrück nach dem Zweiten Weltkrieg

Online-Fotoausstellung

26. März 1945, ein Frühlingstag in Osnabrück, aber statt blühender Bäume sah man an diesem Tag eine zerstörte Stadt. Die Osnabrücker Innenstadt war ein Ruinenfeld. Viele Menschen hatten keine Wohnungen mehr, Frauen wussten nicht, ob ihr Männer noch lebten und Kinder suchten ihre Eltern.

Am 25. März 1945, flog die alliierte Luftwaffe einen schweren Angriff auf OsnabrĂĽck. Es war der 79. und zugleich letzte Angriff, der aus der Luft gegen die Hasestadt gefĂĽhrt wurde. Eine Zeitzeugin berichtete: „Als wir nach drauĂźen gingen, war immer noch Tageslicht zu sehen, aber die Sonne war verdeckt mit auftreibendem Dunst der von den ebenfalls zerbombten Gebäuden herrĂĽhrte.“  Die westalliierten Bodentruppen hatten sich der Stadt zu diesem Zeitpunkt bis auf etwa 100 Kilometer genähert und am 4. April 1945 besetzten britische Einheiten OsnabrĂĽck.

Von der Hasestadt war nach vielen Bombenangriffen und der Eroberung durch die alliierten Truppen nur wenig ĂĽbrig geblieben.  Insgesamt wurde das Stadtgebiet zu mehr als 65 Prozent zerstört; am stärksten betroffen war mit 94 Prozent die Altstadt. Bis Kriegsende flogen alliierte Verbände 79 Luftangriffe auf OsnabrĂĽck, dabei wurden rund 181 Luftminen, fast 25.000 Sprengbomben, ĂĽber 650.000 Brandbomben und ca. 12.000 FlĂĽssig-Brandbomben (Kanister) abgeworfen. Nach den ersten Aufräumarbeiten war das AusmaĂź der Zerstörungen erst richtig zu sehen und es dauerte Jahre bis in der Innenstadt die Ruinen verschwunden waren. Oberstadtdirektor Willi Vollbrecht schätzte: „Mindestens zwei Jahrzehnte werde der Wiederaufbau dauern“.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In vielen, am Zweiten Weltkrieg beteiligten Ländern wird dieser Tag als Feiertag begangen. Den 70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus nehmen auch viele Kultureinrichtungen zum Anlass, dieses Ereignisses zu gedenken. Das Museum Industriekultur Osnabrück zeigt online zu diesem Jahrestag bisher nicht veröffentlichte Fotos von dem kriegszerstörten Osnabrück. Die Fotos sind alle aus der Sammlung des Museums.