Museum Industriekultur, begehbarer Hasestollen

Der Hasestollen wurde zwischen 1853 und 1856 angelegt. Die au├čerordentlich guten Betriebsergebnisse der Jahre um 1850 hatten die Stadt Osnabr├╝ck, in deren Besitz sich die Steinkohlenzeche Piesberg seinerzeit befand, zu diesem Projekt veranlasst. Der Stollen sollte den seinerzeit ausschlie├člich im Norden des Piesberges betriebenen Bergbau mit dem Areal im S├╝den des Berges verbinden, auf dem 1857 der neu errichtete Zechenbahnhof in Betrieb genommen wurde. Es waren die ÔÇ×gutenÔÇť Jahre des Steinkohlebergbaus am Piesberg. Allein der 1850 an die K├Ąmmereikasse der Stadt Osnabr├╝ck abgelieferte ├ťberschuss von 22.454 Reichstalern betrug 48% der st├Ądtischen Gesamteinnahmen.

Der Hasestollen diente nicht nur der Kohlef├Ârderung, die mittels von Pferden gezogenen Grubenwagen erfolgte, auch die gro├čen Mengen an Grubenwasser die in der gesamten Zeche anfielen, f├╝hrte man hier in einer Wassersaige ab. Das dann weiter der Hase zuflie├čende salzige Grubenwasser f├╝hrte zu erheblichen Umweltproblemen, die schlie├člich dazu f├╝hrten, dass die Zeche 1898 geschlossen wurde.

Nach der Zechenschlie├čung nutzte man den Hasestollen im Zweiten Weltkrieg noch einmal als Luftschutzstollen, infolge eines Durchbruches verschlammte er sp├Ąter g├Ąnzlich. Das Museum Industriekultur Osnabr├╝ck lie├č den Stollen ab 1997 wieder freilegen und er├Âffnete am 3. September 2000 einen Teil des Schachtes und ca. 300 m des Stollens f├╝r die Museumsbesucher.