Ehemaliges Brecherwerk der Piesberger Steinindustrie

Der alte Steinbrecher liegt im westlichen Bereich des Piesbergs am alten Steinlagerplatz am Süberweg. Die ständig wachsende Produktion, höhere Qualitätsansprüche und Rationalisierungsbestrebungen erforderten in den Jahren 1927/28 den Bau einer größeren Brechanlage durch die Piesberger Steinindustrie. Sie erhielt ihren Standort in der sogenannten Voßlinke. Neben der Kapazitätserweiterung und der Optimierung des Transportes von Steinmaterial, bot die neue Anlage mit ihren Verladeeinrichtungen auch für den Versand entscheidende Verbesserungen. Eisenbahnwaggons, die vom Verladebahnhof aus über ein Zweiggleis die Brechanlage erreichten, ließen sich nun aus Bunkern, in denen das gebrochene Material gesammelt wurde, direkt beladen.

Die Kapazität der 2003 still gelegten Anlage lag zuletzt bei rund 400 - 450 t pro Stunde, je nach Produkt. Die so hergestellten Brechsande, Splitte, Edelsplitte und der Schotter werden weitgehend im Straßenbau und als Betonzuschlagstoffe verwandt.

2008 wurde der Steinbrecher an den Verein der Osnabrücker Dampflokfreunde zur Restaurierung übergeben. Ziel des Vereins ist es, eine Eisenbahnwerkstatt einzurichten, in der die Besucher die Restaurierung und Wartung der historischen Fahrzeuge miterleben können. Zunächst sollen im unteren Bereich des Gebäudes die Eisenbahnfahrzeuge der Osnabrücker Dampflokfreunde untergestellt werden. Mit der Restaurierung wird der Steinbrecher aus dem Jahre 1930 ein weiteres historisches Zeugnis für die Industriekulturlandschaft am Piesberg.