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„Für wen tun wir das denn alles?“ – Leben und Arbeiten in den 60er Jahren |

14.04.2019 - 06.10.2019

Im kommenden Jahr feiert das Museum Industriekultur Osnabrück sein 25-jähriges Bestehen. Die Sonderausstellung „Für wen tun wir das denn alles?“ – Leben und Arbeiten in den 60er Jahren wird das Jubiläumsjahr begleiten.

Ob Stahlwerk, Karmann oder Hammersen: Die großen Industriebetriebe Osnabrücks bestimmten seinerzeit maßgeblich das Bild der Stadt und das Leben vieler Bürger. Bis zur Rezession gegen Ende der 60er Jahre herrschte weitgehend Vollbeschäftigung und stetig steigende Einkommen sorgten dafür, dass bald die Rede von der Konsumgesellschaft war.

Automatisierung blieb nicht nur ein Begriff und fand langsam auch Eingang in die hiesige Arbeitswelt. Und für die Gewerkschaften, die sich bislang u. a. für Lohnerhöhungen und verkürzte Arbeitszeiten stark gemacht hatten, tat sich ein neues Aktionsfeld auf.

Arbeit war wichtig – aber längst nicht alles. Und infolge des gesellschaftlichen Wertewandels rückten Freizeit und Konsum immer stärker in das Blickfeld der Menschen. Wer von Lohnerhöhungen profitierte, konnte und wollte sich was leisten: Eigenheim, Urlaubsreisen und das erste Auto waren so verlockend wie Osnabrücks erstes großes Einkaufszentrum, das Marquardt-Center im Fledder.

Neben lokalen Ereignissen zogen auch bundesweite und internationale Geschehnisse die Menschen in Osnabrück in den Bann: Mauerbau, Fußball-Weltmeisterschaft, Kuba-Krise, Tod von John F. Kennedy, Vietnam-Krieg oder Mondlandung.

Neben einer Vielzahl aussagekräftiger Exponate werden die einzelnen Themen der Ausstellung durch Film- und Fotomaterial (z. B. Wochenschauen) veranschaulicht. Es sind Interviews mit Zeitzeugen zu hören und zu sehen, deren persönliche Erinnerungen und Erinnerungsstücke einen ganz besonderen Platz in der Ausstellung einnehmen werden.

 

Fotografie: Stahlwerk Osnabrück. Ein Ring wird an der 6000-Tonnen-Presse geschmiedet, Fotograf: Georg Bosselmann, Osnabrück

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