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Sonderausstellungen - Archiv 2017

2017

Menschen(s)kinder |

11.12.2016 - 19.02.2017

Eine Foto-Ausstellung der Lebenshilfe Lindlar e.V. im Oberbergischen Kreis zeigt außergewöhnliche Menschen an bemerkenswerten Orten.

Vor dem Hintergrund historischer Industriekulissen und topografischer Motive des Bergischen Landes möchte die Lebenshilfe Lindlar anhand dieser Ausstellung einige ihrer Klienten vorstellen und den Zusammenhang zum Thema „In klusion“ deutlich machen. Im Vordergrund steht der Mensch mit Behinderung und das Bestreben, dass alle Menschen gleichberechtigt am Leben in der Gesell schaft teilnehmen können. Dabei geht es um ein gesellschaftspolitisches Prinzip, um Demokratie. Gemeint ist damit die ZugĂ€nglichkeit in die Gesellschaft des normalen Alltags, also eine Akzeptanz der behinderten Menschen, die Eingliederung in das Arbeits- und Freizeitleben und das VerstĂ€ndnis der IndividualitĂ€t eines jeden einzelnen Menschen.

Das zeigen die Fotos der Ausstellung. Jedes einzelne Foto hat eine bestimmte und individuelle Choreographie, jede Person stellt sich und ihre Umwelt dar und erzĂ€hlt anhand der Choreographie eine Geschichte. Oft ist nicht erkennbar, dass es sich bei den Protago nisten ĂŒberwiegend um geistig behinderte Menschen handelt. Auch in diesem Zusammenhang ist der Alltag zu sehen. So steht der „Mensch mit Behinderung“ im Vordergrund, ohne dass es bemerkt wird. Die bewusst inszenierten Bilder – vor dem Hintergrund gemeinschaftlicher Themen – verleiten dazu, die Protagonisten in einem anderen Kontext zu sehen und somit eventuelle Vorurteile abzubauen oder zu verĂ€ndern.
 
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung treten der Chor „Stimmt so“ und JellyArt, mit der inklusiven Tanzperformance „ich - du - wir“auf.

Zur Ausstellungseröffnung am 11. Dezember 2016, um 11 Uhr im Museum Industriekultur OsnabrĂŒck, HaseschachtgebĂ€ude, FĂŒrstenauer Weg 171 sind Sie herzlich eingeladen.

Hervorgeholt und hergezeigt |

01.01.2017 - 31.12.2017

Viele SchĂ€tze eines Museums liegen gut verpackt und verborgen im Depot. Dort ruhen sie unter TĂŒchern oder in Kartons, einige sind zu empfindlich, um der Öffentlichkeit stĂ€ndig gezeigt zu werden. Das Museum Industriekultur OsnabrĂŒck prĂ€sentiert jetzt ausgesuchte Objekte aus seinem Depot in dieser Ausstellung.
 
Die Besucher sind eingeladen, die AusstellungsstĂŒcke in Augenschein zu nehmen und auf sich wirken zu lassen. So entstehen ganz eigene Sichtweisen auf die Dinge oder Erinnerungen werden wach, die mit bestimmten Objekten verbunden sind.
 
Aber es werden auch Exponate vorgestellt und kommentiert. Einmal durch Menschen, die dem Museum Objekte zur VerfĂŒgung gestellt haben, aber auch durch die Mitarbeiter des Museums, die zu ihrer Auswahl der Exponate Stellung nehmen. Darunter lassen sich ungewöhnliche Interpretationen finden, sehr subjektiv geprĂ€gte Gedanken, die sich von der ĂŒblichen Art der Darstellung sicherlich etwas unterscheiden.
 
Alles in Allem geht es aber um Schaulust und die Freude am Objekt, dessen Bedeutung in der Regel darĂŒber hinausweist, was auf den ersten Blick zu entdecken ist.
 
Die Ausstellung ist bis auf Weiteres im
Museum Industriekultur OsnabrĂŒck
FĂŒrstenauer Weg 171
49090 OsnabrĂŒck
zu sehen.

Bitte beachten Sie die Feiertagsregelungen!

Schirme der OsnabrĂŒcker Schirmfabrik Zangenberg, Fotografie: Maren Kiupel, OsnabrĂŒck

Waren, Welt und Wirtschaftswunder. Die Große Straße um 1900. |

07.05.2017 11:00 - 01.10.2017 18:00

Eine nie gekannte VerĂ€nderung aller Lebensbereiche erlebten die Menschen in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg. Die rasch fortschreitende Industrialisierung fĂŒhrte zu einem rasanten Wachstum der StĂ€dte und den damit einhergehenden gesellschaftlichen UmbrĂŒchen. Straßenbahnen, Automobile und FahrrĂ€der waren die Mittel, mit denen MobilitĂ€t völlig neu buchstabiert werden musste. In dieser sich in atemberaubendem Tempo verĂ€ndernden Welt zeichnete sich zudem eine weitere soziale Revolution ab – der Weg in die Massenkonsumgesellschaft.
 
Es war die industrielle Produktion, die es ermöglichte, dass viele GĂŒter fĂŒr die breite Bevölkerung erschwinglich wurden und fĂŒr deren Verteilung angemessene Orte gefunden werden mussten. Diese etablierten sich mit den Kauf- und WarenhĂ€usern nach und nach in den InnenstĂ€dten. Und nicht nur das: Mit ihnen und durch sie entstand eine zentrumsbildende Infrastruktur, die das Bild der StĂ€dte und das alltĂ€gliche Leben der Menschen maßgeblich prĂ€gte.
 
In der neuen Ausstellung des Museums wird – wie unter der Lupe – diese Entwicklung anhand der Großen Straße in OsnabrĂŒck gezeigt. Es wird gezeigt, wie diese Straße zum Bezugspunkt fĂŒr die Verkehrsplanung avancierte, wie aus einfachen WohnhĂ€usern Konsumtempel entstanden, und wie moderne technische Errungenschaften in diesem Prozess genutzt wurden. So z. B., als in der Stadt 1901 das ElektrizitĂ€tswerk entstand und als erste Stromkunden zahlreiche Kaufleute auftraten, die mit dem elektrischen Licht ihre Schaufenster beleuchteten. „Licht lockt Leute“ hieß es – und die Leute kamen.
 
Eine OsnabrĂŒcker Tageszeitung registrierte 1925 einen regen Personenverkehr „besonders fĂŒr die Abendstunden, in denen ein recht lebhafter Pendelverkehr sich auf der Großen Straße abwickelt. Keine Straße verschafft wohl dem edlen Schuhmachergewerbe soviel BeschĂ€ftigung, wie der liebe ‚Bummel‘, der wie ein starker Magnet tĂ€glich auf ungezĂ€hlte MĂ€nnlein und Weiblein trifft.“ Was es in den Schaufenstern zu sehen gab, die neuesten Modekollektionen oder Waren fĂŒr den Haushalt etwa, auch das kann der Besucher in der Ausstellung bestaunen.
 
Die Ausstellung ist ab dem 7. Mai im
Museum Industriekultur OsnabrĂŒck
SĂŒberweg 50a
49090 OsnabrĂŒck
zu sehen.

Bitte beachten Sie die Feiertagsregelungen!